meine YAMAHA GTS 1000

 

Erstzulassung Januar 1996

ein Moto zum verlieben
ein Moto zum verlieben

Yamaha GTS 1000

Technische Daten:

Motor: wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen, fünf über Tassenstößel betätigte Ventile pro Zylinder, gleitgelagerte Kurbelwelle, kontaktlose Zündanlage mit Digital-Steuerung, elektronische Saugrohreinspritzung, Abgasreinigung über geregelten Katalysator, Drehstromlichtmaschine 400 Watt, Batterie 12V/12Ah, E-Starter. Bohrung x Hub 75,5 x 56 mm

Hubraum 1002 m3 Verdichtungsverhältnis 10,4 : 1Nennleistung 98 PS (72 kW) bei 9000/minMax. Drehmoment 10,4 kpm (102 Nm) bei 6500/min Kraftübertragung: Primärantrieb über Zahnräder, Mehrscheibenkupplung im Ölbad, klauengeschaltetes Fünfganggetriebe, Sekundärantrieb über O-Ring-Kette.

Fahrwerk: Brückenrahmen aus Aluminium-Profilen mit Unterzügen, Hilfdrahmen aus Stahlrohr, Achsschenkelllenkung vorn, Doppellängslenker-Radführung, ein direkt angelenktes Federbein mit verstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Aluminium-Profilen kegelrollengelagert hinten, Zentralfederbein über Hebelsystem angelenkt, Federbasis und Zugstufendämpfung verstellbar, Einscheibenbremse vorn mit Sechskolbensattel, schwimmend gelagert, 0 330 mm, Scheibenlbremse mit Zweikolbensattel hinten, 0 267 mm, elektronisch geregeltes ABS, Leichtmetall-Gußräder.

Federweg: vorn/hinten 116/130 mm

Felgengröße: vorn 3.50 x 17 hinten 5.50 x 17

Reifengröße: vorn 120/60 ZR 17 hinten 190/60 ZR 17

Maße und Gewichte: Lenkkopfwinkel 66 Grad Nachlauf 100 mm

Länge 2170 mm

Radstand 1495 mm

Sitzhöhe 780 mm

Lenkerbreite 710 mm

Tankinhalt 20 Liter

Gewicht vollgetankt 290 kg

Zul. Gesamtgewicht 500 kg

Service Daten Service-Intervalle: alle 6000km Ölwechsel mit Filter alle 6000 km Motoröl SAE 10 W 40 Füllmengemit/ohne Filter 2,7/2,5 Liter Zündkerzen NGK DPR 8 EA-9 Ventilspiel kalt Einlaß O,11 bis 0,20 mm Auslaß 0,21 bis 0,30 mm

Höchstgeschwindigkeit 217  km/h

Beschleunigung 0-100 km/h 3,8 sek

Verbrauch 4,8 Liter Superbenzin bleifrei 

 

Yamaha 1000 GTS 1995 - 4

Eine Legende auf Zweiräder
 
Die Yamaha GTS 1000 ist zwar ein Motorrad, bietet allerdings reichlich Automobil-Technik. Bei der GTS wird das Vorderrad nämlich wie bei einem Pkw gelenkt. Warum? Weil die übliche Telegabel überfordert und eigentlich nur ein Kompromiß ist. Sie muß im Fahrbetrieb enorme Lenk- und Federkräfte wegstecken. Bei der GTS ist das anders. Das Vorderrad wird von Längslenkern geführt und über einen Achsschenkel gelenkt, ein Federbein stützt den unteren Längslenker ab. Folge: Lenkung und Federung arbeiten unabhängig voneinander. Ihr Vorteil: Beim Bremsen spricht die Federung weiterhin sensibel an, die Lenkgeometrie bleibt dabei fast unverändert. Eine Telegabel hingegen wird während eines Bremsmanövers zusammengestaucht und gar (elastisch) verbogen. Für ein Aha-Erlebnis sorgt die GTS schon beim Start. Das Choke-Gefummel entfällt, die Einspritzelektronik regelt auch den Kaltstart gut. Der erste Gang kracht beim Einlegen, ist aber für den 274-Kilo-Koloß passend übersetzt. Die anderen vier Gänge flutschen lautlos.
Der Schaltfuß angelt schon bald nach einem wünschenswerten sechsten Gang, denn der Fünfventiler ist ein echter Durchzugsriese. Nicht nur auf der Autobahn bleibt der fünfte Gang eingerastet, auch auf der Landstraße empfiehlt er sich für schonendes Touren.
Wer dem Einliter-Triebwerk die Sporen gibt, lernt die Drehfreude kennen. Ohne Reue, denn erstens sorgt der G-Kat für geringen Schadstoffausstoß, und zweitens ist der Kurzhuber maßvoll durstig. Er schluckt durchschnittlich unter sieben Liter. Und leise ist er auch noch.
Das Fahrverhalten.
Wer auf die GTS steigt, spürt zunächst nichts von der avantgardistischen Lenkung. Eingewöhnungszeit? Null.
Auffallend auch der Komfort. Vorausgesetzt, das Federbein ist richtig eingestellt. Denn der Justierbereich ist unnötig groß - von lasch wie Luftpumpe bis hart wie Sportfahrwerk.
Beste Lösung: der Kompromiß dazwischen. Wie auf Schienen rennt die GTS mit Tacho 230 über die Bahn. Unbeirrbar auch das Bremsverhalten. Einfach voll in die Eisen steigen, die beiden Scheibenbremsen verzögern vehement und dank ABS blockierfrei. Das Bremsnicken ist schwächer ausgeprägt als bei Telegabel-Modellen.
In Schräglage sind die GTS-Bremsen genauso gefährlich wie ABS-freie, weil die Seitenführungskräfte schlagartig abreißen können, ohne daß den ABS-Sensoren Zeit für eine Reaktion bleibt. Trotz modernster Technik kann die GTS ihre vielen Pfunde nicht verbergen.
MOTOR
Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Vierzylinder-Reihenmo​tor.​ Fünf Ventile pro Zylinder, über zwei obenliegende, kettengetriebene Nockenwellen und Tassenstößel betätigt. Bohrung x Hub 75,5 x 56 mm, Hubraum 1003 cm³, Verdichtung 10,8. Elektronische Benzin-Einspritzung, geregelter Drei-Wege-Katalysator. Kontaktlose Zündanlage, Batterie 12 V/12 Ah, Elektrostarter.
ANTRIEB
5 Gänge, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Kette.
FAHRWERK
Omega-Rahmen aus Leichtmetallguß-Profilen, Front und Heckteil aus Stahlrohren. Vorn Leichtmetall-Einarmschwinge, ein Federbein, Federbasis, Dämpferzugund Druckstufe einstellbar, Federweg 116 mm, hinten Leichtmetallschwinge mit Zentralfederbein, Federbasis und Dämpferzugstufe einstellbar, Federweg 130 mm
Bedauerlicherweise verfügt die Maschine über Kettenantrieb.Kardan wäre sinnvoller.
Sie wird leider seit 1999 nicht mehr gebaut.

Absolut gutes Motorrad, mit gewohnheitsbedürftigen Handling, da diese Maschine bedingt durch den Achsschenkel nur über einen sehr geringen Lenkeinschlag verfügt.
Der Wendekreis auf der Fahrbahn hat etwa den Radius eines "7,5t Kleinlasterns".
Erstklassiges Reisemotorrad für lange Strecken, trotz hohem Gewicht und schwerem Handling lässt sie sich auch sportlich fahren. Erprobt auf Touren nach Griechenland und Spanien.
Eine Maschine mit einer 1a Zuverlässigkeit.
Ideale Maschine für Leute, die das gemütlichere Motorradfahren geniesen.

 

Quelle:Mitglied GTS10001959 von biker.de

Yamaha 1000 GTS 1995 - 6

Yamaha 1000 GTS 1995 - 6